v.li.:Rudolf Decker MdL a.D. mit Ehefrau,  Ministerpräsident a.D. Edmund Stoiber , Clemens Binninger MdB, CDU-Ehrenvorsitzender Erhart Ehlert, CDU Kreisvorsitzender Matthias Kauffmann, CDU Ortsvorsitzender Marc Thollembeck

Zum 26. Mal feierte der CDU-Ortsverband Ehningen zusammen mit dem CDU-Kreisverband Böblingen den Tag der Deutschen Einheit. Die Reihe prominenter Festredner setzte in diesem Jahr der frühere bayrische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber fort.

Schon bald nach Öffnung des Saals waren die Plätze gefüllt. Über dreihundert Gäste und Freunde der CDU waren gekommen, um den Worten des kantigen CSU-Urgesteins zu lauschen. Dabei wurde Edmund Stoiber seinem Ruf, eines Mannes der klaren Worte, auch gerecht.

Mit Blick auf die pöbelnden Entgleisungen der AfD bei den Feierlichkeiten in Dresden erklärte Stoiber: „Die Einheit ist nicht abgeschlossen, sondern eine immerwährende Herausforderung.“ Gegen die Feinde der Demokratie, egal ob von links oder rechts, sei mit aller Härte vorzugehen.
Bei allen Schattenseiten sei die mit der Wiedervereinigung sowohl die politische als auch die wirtschaftliche Stärke Deutschlands gewachsen, so der frühere bayrische Ministerpräsident.
In Bezug auf die Flüchtlingspolitik forderte Stoiber Verständnis für die kleineren europäischen Staaten, insbesondere auf bundesdeutscher Seite. Das Verständnis und die Bedeutung des Asylrechtes seien letztendlich von der Erinnerung an die deutsche NS-Vergangenheit geprägt. Die anderen europäischen Staaten seien in diesen Zusammenhang aber Opfer gewesen.

Edmund Stoiber war es des Weiteren wichtig, seinen Wunsch formuliert zu wissen, dass sich Europa in einem viel stärkeren Maße für den Konflikt in Syrien interessieren müsse.

Diesen prominenten Festredner zu verdanken, hatte die CDU der Hartnäckigkeit und dem Bemühen des örtlichen Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger. Der Maichinger Abgeordnete war schon in der Vergangenheit nicht müde geworden, stetig Einladungen nach München zu schicken, um den Hochkaräter Stoiber für die Ehninger Feierlichkeiten zu gewinnen.

Der CDU Kreisvorsitzende Dr. Matthias Kauffmann erklärte in seinem Schlusswort, dass es in der DDR ein Leitmotiv gegeben hätte, das eigentlich alles aussagt: „Diktatur des Proletariats“. In diesem Satz stecke die Überzeugung, dass die Mehrheit von Arbeiter und Bauern im Staat gebildet werde und diese einheitlich denken, was aber nicht der Fall ist und war. Demgegenüber stehe das Leitmotiv der Bundesrepublik. „Die Gründerväter haben in der Präambel unserer Verfassung das christliche Menschenbild gestellt. Bei uns sind die Menschen unterschiedlich und dürfen dies auch sein.“, so Kauffmann. Der Kreisvorsitzende dankte dem CDU-Ortsverband Ehningen unter Führung von Marc Thollembeck für die Organisation der Feierlichkeiten, die zu einer festen Tradition im Kreis geworden sind.