Nachdem Paul Nemeth 15 Jahren lang die CDU im Landtagswahlkreis 5 (Böblingen) vertrat, fasst er den Beschluss nicht noch einmal antreten zu wollen. 

Nach vielen Gesprächen mit Freunden, Familie und CDU Mitgliedern entschied sich unser Gemeindeverbandsvorsitzender Matthias Miller seinen Hut in den Ring und werfen. Matthias ist 28 Jahre alt und lebt in Steinenbronn. Hier ist er aufgewachsen, war Ministrant, Trompeter im Musikverein, Basketballer im TSV Steinenbronn und bis heute ehrenamtlicher Organist. Nach seinem Jurastudium und Referendariat in Freiburg, Kalkutta, München und Stuttgart war er zunächst in der Großkanzlei Gleiss Lutz in Stuttgart tätig. Seit 2018 ist Matthias Notarassessor und befindet sich in der Anwärterphase für das Notaramt der Notarkammer Baden-Württemberg. Seine Zeit in Indien prägte ihn sehr: "Mir wurde klar, welches Privileg wir genießen, in einer der innovativsten und wohlhabendsten Regionen der Welt, in Baden-Württemberg und dort im Landkreis Böblingen leben zu dürfen. Dazu hat die CDU Baden-Württemberg mit einer konservativen, ehrlichen und ideologiefreien Politik in den letzten 50 Jahren einen bedeutenden Beitrag geleistet, sagt Matthias schwärmend. 

Die CDU Steinenbronn wünscht Matthias Miller viel Glück für seine Kandidatur am 20.3 in Gärtringen und bedankt sich außerdem bei Paul Nemeth für 15 tolle, spannende und debattenreiche Jahre.

Am 19. Oktober fand der Bezirksparteitag der CDU Nordwürttemberg in Neckarwestheim statt. Für die CDU Steinenbronn nominierte der Kreisverband Matthias Miller und Dennis Weber. Unser Bezirksvorsitzender Steffen Bilger MdB wurde mit einem hervorragenden Ergebnis wiedergewählt. Er – und auch unsere Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Dr. Susanne Eisenmann – zeigten sich in Ihren Rede kämpferisch im Blick auf die kommende Landtagswahl. Wir freuen uns, dass unser stellvertretender Kreisvorsitzender Swen Menzel mit einem überzeugenden Ergebnis wieder zum Schriftführer gewählt wurde, und unsere Kreisvorsitzende der Frauen Union Böblingen, Elke Staubach, einstimmig als Kassenprüferin bestätigt wurde. Neben erfolgreichen Wahlen wurde zudem ein Leitantrag diskutiert und beschlossen. 

(von links): Helmut Noë (Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und Regionalrat), Paul
Nemeth (CDU-Landtagsabgeordneter Kreis Böblingen), Sabine Kurtz (CDU-Landtagsabgeordnete
Kreis Leonberg), Marc Biadacz (CDU-Bundestagsabgeordneter Kreis Böblingen) und Michael Moroff
(CDU-Kreisverbandsvorsitzender).
 
Vom Klimaschutz bis zum Digitalpakt –
die CDU-Sommerpressekonferenz bietet viele Themen
Auch in diesem Jahr hat der CDU-Kreisverband Böblingen wieder zu seiner traditionellen
Sommerpressekonferenz geladen, um einen Einblick in aktuelle politische Themen zu geben
und aufzuzeigen, welche Ziele sich die CDU für die kommenden Monate gesetzt hat und für
welche Politik man stehen möchte. Der CDU-Kreisvorsitzende Michael Moroff lud dazu in das
V8 Hotel auf dem Böblinger Flugfeld ein. Mit dabei waren der Bundestagsabgeordnete Marc
Biadacz, die Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz aus Leonberg, der Böblinger
Landtagsabgeordnete Paul Nemeth und der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion und
Regionalrat Helmut Noë.
„Wir wollen den Leuten wieder klarer zeigen, für was die CDU steht“, machte Michael Moroff gleich zu
Beginn der Sommerpressekonferenz des CDU-Kreisverbands Böblingen deutlich. Neben den
notwendigen Kompromissen in der Regierung in Stuttgart und Berlin müssten die Bürger wissen, was
„CDU pur“ bedeute. Seit der Kommunal- und Europawahl fanden dazu ein öffentlicher Workshop, ein
Diskussionsparteitag und eine Vorsitzendenkonferenz statt. Die Ergebnisse werden in weiteren
Veranstaltungen im Herbst aufgegriffen und vertieft. „Klar ist, dass wir uns unter anderem im Bereich
Social Media besser aufstellen müssen. Zuerst brauchen wir aber die Inhalte, die wir dort
kommunizieren wollen“, so Moroff. Das wichtigste Themenfeld sei derzeit die Umwelt- und
Klimapolitik. Hier hat sich die CDU klar für eine CO 2 -Bepreisung ausgesprochen, die aber
marktwirtschaftlich und sozialverträglich sein müsse. Mit der Wahl Dr. Susanne Eisenmanns zur CDU-
Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im Frühjahr 2021 zeigte sich der Kreisvorsitzende
hochzufrieden. Diese Nominierung sei im Hinblick auf das Ziel, die CDU wieder klarer zu
positionieren, ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung. „Frau Dr. Eisenmann hat ein klares
inhaltliches Profil, sie ist authentisch und durchsetzungsstark. Sie kommt bei den CDU-Mitgliedern an
der Basis sehr gut an“, berichtete Moroff.
Paul Nemeth, der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete, ging in erster Linie auf das Thema
Klimaschutz ein und machte deutlich: „Klimaschutz darf nicht vom Zeitgeist und der Kassenlage
abhängig sein, sondern muss nachhaltig über Jahre hinweg praktiziert werden. Nur dann ist er
erfolgreich“. Nemeth stellte zudem klar, in Sachen CO 2 -Ausstoß die von der Landesregierung
gesteckten Ziele bisher nicht erreicht zu haben. „Für das erfolgreiche Umsetzten unserer Klimaschutz-
Ziele sind zum einen alle Parteien notwendig, zum anderen auch ein zukünftig besseres
Zusammenspiel zwischen dem Bund in Berlin, der Landesregierung in Stuttgart sowie den einzelnen
Kommunen im Land“, sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Eine
Möglichkeit für einen geringeren CO 2 -Ausstoß sieht Nemeth, der sich dafür aussprach, im Bereich der
Klimapolitik auch stets die Wirtschafts- und Sozialpolitik im Auge zu haben, unter anderem in einer
Steigerung der Attraktivität von Fahrten mit der Bahn. „Durch Steuererleichterungen für Zugreisende
könnte man die Leute vom Flugzeug auf die Schiene bekommen und somit den Ausstoß von CO 2
senken. Wir müssen in den nächsten Jahren definitiv auf verschiedenen Ebenen etwas tun. Denn zum
Nulltarif gibt es den Klimaschutz nicht, das ist uns in der CDU allen bewusst“, stellte Nemeth klar.
Sabine Kurtz, die CDU-Landtagsabgeordnete aus dem Kreis Leonberg, machte deutlich, dass im
Bereich der Bildungspolitik weiterhin hohe Anforderungen an Leistung und Qualität im Mittelpunkt
stehen. „Das gehört zum Markenkern der CDU und gilt für alle Schularten. Dabei richten wir unseren
Blick derzeit besonders auf die kleinen Kinder. Denn: Auf den Anfang kommt es an“, so Kurtz. Schon
im Kindergarten und in der Grundschule würden wichtige Weichen für die spätere Bildungsfähigkeit
von Menschen gelegt. Die stellvertretende Landtagspräsidentin lobte die Kommunen gerade im Kreis
Böblingen für ihre Anstrengungen, die Zahl der Plätze für die Kleinkindbetreuung weiterhin
auszubauen. „Neben der Quantität ist hier aber auch die Qualität höchst bedeutsam“, betonte die
Bildungspolitikerin. Denn wir wollen die Kinder nicht nur irgendwie betreuen, sondern die frühkindliche
Neugierde für die Sprachentwicklung, die Ausbildung motorischer und nummerischer Fähigkeiten und
ein positives Sozialverhalten nutzen“, machte Kurtz klar. Die Betreuung von Kleinkindern kostenlos
anzubieten, kann für die Leonberger Landtagsabgeordnete höchstens ein langfristiges Ziel sein. „Wir
sind viel mehr dafür, das Geld, das jetzt auch für einige Jahre vom Bund für diesen Fachbereich nach
Baden-Württemberg fließt, für die richtigen Weichenstellungen zugunsten der Qualität zu nutzen“,
sagte Kurtz.
Der Böblinger Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz erhofft sich von dem in Berlin verabschiedeten
Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das Anfang 2020 in Kraft treten soll, auch Vorteile für die Region
Böblingen. „Wir brauchen hier bei uns im Landkreis Böblingen beispielsweise sehr viele IT-
Spezialisten. Dieser Bedarf wird in den kommenden Jahren durch die digitale Transformation der
Arbeitswelt noch weiter steigen. Mit dem neuen Gesetz haben wir es geschafft, dass ausländischen
IT-Fachkräften ein besonderer Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt eröffnet wird. Damit sind die
Hürden deutlich niedriger geworden, um dem Fachkräftemangel in der IT-Branche zu begegnen und
offene Stellen zu besetzen. Das ist wichtig für die Wirtschaftsstärke unserer Region“, ist sich Biadacz,
der hier vor allem auch neu gegründete Start-up-Unternehmen im Raum Böblingen im Blick hat,
sicher. Auch in das im Herbst im Bundestag tagende neu eingerichtete Klimakabinett setzt der
Abgeordnete große Hoffnungen. „Klar ist, dass wir hier überparteilich Lösungen finden müssen, um
zeitnah positive Ergebnisse erreichen zu können“, sagte Biadacz und ergänzte: „Beim Thema
Klimaschutz muss es uns gelingen, alle sozialen Schichten anzusprechen und dafür zu motivieren.
Wir als CDU wollen hier vorangehen und die Menschen flächendeckend von einem nachhaltigen
Klimaschutz überzeugen“, so Biadacz.
Helmut Noë, Regionalrat und Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, sprach sich für eine Zukunft
des Automobilstandorts Sindelfingen aus. „Den Verbrennungsmotor muss es auch weiterhin geben.
Gerade der Dieselmotor steht mir derzeit in einem viel zu schlechten Licht da“, sagte Noë. Der
Regionalrat sprach sich zudem für eine Verbesserung der Pflegesituation für kranke und ältere
Menschen aus. „Wir müssen den Kreispflegeplan zügig fortschreiben in dem Wissen, dass wir in den
nächsten Jahren im Kreis Böblingen deutlich mehr Pflegeplätze benötigen werden“, so Noë.

Liebe Mitglieder und Freunde der CDU Steinenbronn,

Wir möchten Sie hiermit herzlichst einladen zum Festakt der CDU zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2019 ab 10:00 Uhr in der Ehninger Turn- und Festhalle (Schloßstraße 33, 71139 Ehningen). Wie jedes Jahr organisiert die CDU Ehningen die Veranstaltung gemeinsam mit dem CDU Kreisverband. Marc Biadacz konnte Prof. Dr. Bernhard Vogel als Festredner gewinnen. Er war von 1976 bis 1988 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und von 1992 bis 2003 des Freistaats Thüringen. Seine Gedanken am 29. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung werden mit Sicherheit für uns alle überaus spannend sein.Wir würden uns freuen, wenn Sie die Einladung auch an Ihre Familie, Freunde und Bekannte weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre CDU Steinenbronn

 

Reinhold Kratzer, Sabine Kurtz MdL und Inge Hormel im Wald von Rutesheim.
 
Während Sie
diese Zeilen gemütlich lesen, speichern die 21.000 Hektar
Wald im Landkreis Böblingen pro Sekunde rund 10
Kilogramm CO2. Doch die Hitze und die Trockenheit
machen unserem Wald schwer zu schaffen. Die CDU-
Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz ließ sich deshalb bei
einem Waldbegang in Rutesheim mit Forstdirektor
Reinhold Kratzer, dem Leiter des Forstamts im
Landratsamt, und Forstdirektorin Inge Hormel den
derzeitigen Gesundheitszustand des Waldes erklären.

Borkenkäfer vermehrt sich bei Hitze und Trockenheit
„Das aktuelle Wetter ist insbesondere für die Nadelbäume
problematisch“, verdeutlichte Inge Hormel, „aufgrund des
Wassermangels und der Hitze herrschen derzeit optimale
Bedingungen für die Massenvermehrung von
Borkenkäfern. Dieser befällt vor allem Fichten, welche
dann kaum noch zu retten sind.“ Die natürliche Abwehr der
Fichten, die Borkenkäfer im Harz zu ertränken,
funktioniere derzeit nicht mehr. „Wir haben hier im
Landkreis bereits in den ersten sieben Monaten dieses
Jahres so viel Borkenkäferholz wie im gesamten Jahr 2018
eingeschlagen“. Neben der Fichte sei vor allem im
nördlichen Landkreisteil auch die Tanne durch Hitze und
Borkenkäferbefall stark geschädigt. „Seit dem Frühjahr
2018 sind wir Forstleute permanent damit beschäftigt,
befallene Bäume aus dem Wald zu nehmen und noch
stehende Bestände Bäume auf Neubefall zu kontrollieren“,
stellte Inge Hormel dar. Während bis jetzt nur Nadelbäume
die Problemkinder waren, seien nun auch zunehmend
Laubbäume wie die Buche von der Trockenheit betroffen.
Dies betrachten die Forstleute mit Sorge, da die Buche in
unseren Böblinger Wäldern von Natur aus die
dominierende und über Jahrhunderte an die standörtlichen
Bedingungen am besten angepasste Baumart ist.
„Die Forstwirtschaft ist auf lange Zeiträume angelegt“,
weiß Sabine Kurtz. Daher halte sie es für „wichtig, dass wir
die Situation seriös untersuchen und danach mit Bedacht
handeln“. Aktionismus im Wald hält sie jetzt für fehl am
Platz.

Mischwälder sind stabil
Der Wald ist immer auch ein Spiegel seiner Zeit“,
erläuterte Reinhold Kratzer. „Nach dem Zweiten Weltkrieg
z.B. wurde viel Bauholz zum Wiederaufbau der zerstörten
Städte benötigt. Damals wurden die zerstörten Wälder
insbesondere mit Fichten wieder aufgeforstet. Das
Pflanzen von schnell wachsenden Fichten, die ideales
Bauholz liefern, war damals nur logisch. Man stand unter
Zeitdruck und der Holzbedarf war groß.“
Diese Baumart hat aber nur flache Wurzeln und ist anfällig
für den Borkenkäfer. Nach dem Sturm Lothar Ende des
Jahres 1999, der im Landkreis Böblingen einen Schaden
von über einer Million Festmeter Holz verursachte, nutzten
die Forstleute die Gelegenheit, um den Wald breiter
aufzustellen. Denn, so der Kreisforstamtsleiter, „ein
gemischter Wald, der auf vielen verschiedenen Füßen
steht, ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch genau
das Richtige. Dadurch wird der Wald stabil und entwickelt
eine eigene Regenerationsfähigkeit.“

Holz speichert CO2
Inge Hormel erklärte auch, wie wichtig der Wald für die
Eindämmung des Klimawandels ist: „Wachsende Bäume
binden sehr viel CO2. Auch im verbauten Holz bleibt das
CO2 lange gebunden. Verrottet das Holz, entweicht das
CO2 jedoch wieder“. Daher sei es wünschenswert, dass
immer neue Bäume nachwachsen und ein Wald aus
mehreren Generationen bestehe. Junger Wald entstehe
von alleine, durch sogenannte Naturverjüngung.

Naturverjüngung statt Pflanzungen
Das Pflanzen neuer Bäume sei in der hiesigen, dicht
besiedelten Landschaft eher die Ausnahme. „Wir im
Landkreis Böblingen setzen auf das Konzept der
naturnahen Waldwirtschaft mit Mischwäldern aus
überwiegend Naturverjüngung.“ Sabine Kurtz hält diesen
Weg für richtig. Zumal Reinhold Kratzer darauf hinweist,
dass bisher noch nicht erforscht sei, welche Baumarten
wirklich klimatolerant seien. Erste Erfolge seien mit der
Douglasie zu beobachten. Die Landtagsvizepräsidentin
zeigte sich überzeugt, dass unsere Forstwirtschaft gut
aufgestellt ist: „Unsere naturnahe Waldwirtschaft, die auf
viele Baumarten setzt und in langfristigen Zyklen denkt, ist
der Schlüssel zu einem gesunden Wald.“
 
Waldbesitzarten im Landkreis Böblingen
Im Landkreis Böblingen sind ungefähr 35% der Fläche
bewaldet. Unser Wald befindet sich zu drei Vierteln im
Besitz der Gemeinden und Städte. Rund 20% gehören
dem Staat und nur 5% des Waldes sind in privater Hand.
Der Wald ist bei uns überwiegend ein Laub- und
Mischwald. Während im Norden des Landkreises mit 40%
Nadelholz noch mehr Nadelbäume wachsen als im Rest
des Kreises, stehen in den Wäldern des gesamten
Landkreises Böblingen ca. 70% Laubbäume 30%
Nadelbäumen gegenüber.